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Unbewohntes Gebäude in Abensberg geriet am Samstagabend in Flammen. Feuer in einer Tonne als Auslöser? Feuerwehr beklagt Gefahr durch Privat-Drohne.

(ty) In Abensberg ist am Samstagabend ein leerstehendes Wohnhaus zum Raub der Flammen geworden. Wie das niederbayerische Polizeipräsidium heute berichtet, waren die Einsatzkräfte gegen 18 Uhr zu dem Gebäude an der Badhausstraße gerufen worden. Als sie eingetroffen seien, habe das Haus bereits im Vollbrand gestanden. Verletzt worden sei nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Verantwortlich für die Feuersbrunst könnten vier Kinder beziehungsweise Jugendliche sein, so die Polizei. Laut Feuerwehr musste das Haus noch in der Nacht abgerissen werden. Die Floriansjünger beklagen, dass ihre Drohne und auch die Einsatzkräfte selbst durch eine private Drohne gefährdet worden seien.

Das Polizeipräsidium von Niederbayern erklärte zu dem Wohnhaus-Brand heute per Presse-Mitteilung: "Im Verdacht sollen mutmaßlich vier Kinder beziehungsweise Jugendliche im Alter zwischen elf und 17 Jahren sein, die vermutlich in einer Tonne im Haus Feuer gemacht haben." Weiter heißt es: "In der Folge soll das Feuer auf Möbelstücke übergegriffen und sich auf das komplette Haus ausgebreitet haben." Die Polizei bezifferte den entstandenen Schaden nach ersten Schätzungen auf mehrere zehntausend Euro. Auch der Abensberger Bürgermeister Bernhard Resch war während des Feuerwehr-Einsatzes vor Ort und machte sich ein Bild von der Lage. 

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"Bereits auf der Anfahrt war eine große Rauchsäule über Abensberg sichtbar", berichtet die Feuerwehr. Sofort sei mit dem ersten Lösch-Fahrzeug ein Außen-Angriff mit zwei C-Rohren gestartet worden. "Da die Drehleiter aufgrund der Gegebenheiten nicht eingesetzt werden konnte, führten auch die beiden weiteren Löschfahrzeuge einen Außen-Angriff durch." Da das Gebäude nach dem Brand einsturzgefährdet gewesen sei, sei das Technische Hilfswerk (THW) aus Kelheim mit einem Fachberater gerufen worden. Von THW und Feuerwehr sei das Gebäude dann abgerissen worden. Der Einsatz dauerte bis in die Morgenstunden. Der Bauhof unterstützte beim Abtransport des Brandguts. Dieses wurde auf einer Freifläche abgeladen, wo auch nachgelöscht werden konnte.

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"Aufgrund der unübersichtlichen Lage wurde unsere Drohne sehr intensiv eingesetzt", so die örtliche Feuerwehr. Insbesondere die starken Scheinwerfer seien eine erhebliche Hilfe bei der Erkundung sowie später für die Bagger-Arbeiten des THW gewesen. Nach Angaben der Floriansjünger "kam es zu einer gefährlichen Annäherung zwischen unserer Einsatz-Drohne und einer privaten Drohne". Betont wird, "dass diese private Drohne die Einsatzkräfte und unsere Einsatz-Drohne gefährdet hat". Deshalb wolle man darauf hinweisen, "dass von Flügen mit privaten Drohnen in und um Einsatz-Gebiete der Feuerwehr zwingend Abstand gehalten werden sollte, um die Sicherheit unserer Einsatzkräfte zu gewährleisten". 


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