Gesamt-Index ohne Nahrungsmittel und Energie bei 2,6 Prozent. Fleischwaren, Kaffee und Brennholz kosten momentan viel mehr als noch vor einem Jahr – Butter, Olivenöl, Strom und Heizöl dagegen deutlich weniger.
(ty) Im Freistaat sind die Verbraucher-Preise im zu Ende gehenden Februar gegenüber dem Vorjahres-Monat um 1,9 Prozent gestiegen. Das wurde am heutigen Freitag aus dem bayerischen Landesamt für Statistik bekannt gegeben. Den Angaben zufolge kosten Nahrungsmittel aktuell 1,0 Prozent mehr als vor einem Jahr, Energie kann hingegen um 2,9 Prozent günstiger bezogen werden. Im Vergleich zum Vormonat Januar erhöhte sich der Verbraucher-Preis-Index um 0,2 Prozent. Nachfolgend weitere Details – auch zu einzelnen Waren – sowie zwei Grafiken.
Die Inflationsrate, gemessen als prozentuale Veränderung des Verbraucher-Preis-Index gegenüber dem entsprechenden Vorjahres-Monat, lag laut aktueller Mitteilung für den zu Ende gehenden Februar – wie eingangs erwähnt – bei 1,9 Prozent. Die Teuerungsrate des Gesamt-Index ohne Nahrungsmittel und Energie, in der öffentlichen Diskussion oft als Kerninflationsrate bezeichnet, beläuft sich für diesen Monat auf 2,6 Prozent und liegt damit auch weiterhin über der Gesamt-Inflation. Gegenüber dem Vormonat Januar sei die Kerninflation um 0,3 Prozent gesunken, wurde heute weiter gemeldet.


Im Jahresvergleich stiegen für Verbraucher im Freistaat in diesem Februar die Preise für Nahrungsmittel um 1,0 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Januar sanken sie um 0,2 Prozent. Fleisch und Fleischwaren (plus 4,8 Prozent) wurden gegenüber dem Vorjahres-Monat deutlich teurer. Ebenso kletterten die Preise im Vorjahres-Vergleich für Kaffee und Ähnliches (plus 15,5 Prozent), Brot und Brötchen (plus 3,1 Prozent) sowie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (plus 3,0 Prozent). Obst (plus 3,2 Prozent) wurde gegenüber dem Vorjahres-Monat ebenfalls teurer, Gemüse hingegen um 0,4 Prozent günstiger.
Wie schon in den Vormonaten sanken dagegen die Verbraucher-Preise für Butter (minus 34,9 Prozent), Quark (minus 23,2 Prozent), Speisefette und Speiseöle (minus 19,2 Prozent) sowie Olivenöl (minus 10,0 Prozent) gegenüber dem Vorjahres-Zeitpunkt im Freistaat spürbar. "Hier macht sich ein so genannter Basis-Effekt bemerkbar, da die Preise für diese Produkte im Vorjahres-Monat zum Teil stark gestiegen waren", erläutert das bayerische Landesamt für Statistik dazu in einer aktuellen Presse-Mitteilung.

Die Preise für Energie lagen im zu Ende gehenden Februar um 2,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Strom (minus 6,0 Prozent) und Erdgas (minus 3,8 Prozent) können derzeit im Vorjahres-Vergleich deutlich günstiger bezogen werden. Der Preis für Heizöl sank ebenfalls spürbar um 5,3 Prozent gegenüber Februar vergangenen Jahres. Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe wurden dagegen deutlich teurer (plus 15,3 Prozent). Der Preis für Kraftstoffe ist im Februar heuer gegenüber dem Vorjahres-Monat gesunken (minus 1,1 Prozent). Tanken wurde in diesem Februar gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent günstiger; Preissenkungen zeigten sich auch beim Strom (minus 1,2 Prozent).
Hier registrierten die Statistikerinnen und Statistiker bereits im Januar sinkende Preise, "da seit Beginn des Jahres reduzierte Übertragungsnetz-Entgelte für Strom gelten". Die Preise für Heizöl stiegen hingegen spürbar um 3,9 Prozent. Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe wurden im Vormonats-Vergleich um 3,6 Prozent teurer. "Die steigenden Preise bei Brennholz, Holzpellets oder anderen festen Brennstoffen sind eine Entwicklung, die seit Juni 2025 anhält", heißt es dazu. "Die Preise für Erdgas sind im Vormonats-Vergleich unverändert."
Gegenüber dem Vorjahres-Monat erhöhten sich die Wohnungsmieten ohne Nebenkosten im Februar dieses Jahres um 2,5 Prozent. Die Preissteigerung in diesem Bereich liegt damit über dem Niveau der allgemeinen Preisentwicklung.





