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Er wurde von einem Pkw erfasst, auf die Gegenspur geschleudert und von einem weiteren Auto erfasst. 44-Jähriger schwer, 22-Jähriger leicht verletzt. Autobahn in beiden Richtungen stundenlang voll gesperrt.

(ty) Ein schreckliches Unglück mit tödlichen Folgen hat sich am späten gestrigen Abend im Gemeinde-Gebiet von Wolnzach auf der A9 ereignet. Ein 21-jähriger Pkw-Lenker stieg nach einem Verkehrsunfall aus seinem quer stehenden Wagen und wurde frontal von einem nachfolgenden Auto erfasst, das von einem 44-Jährigen gelenkt wurde. Der junge Mann wurde über die Fahrbahn-Trennung auf die Gegenspur geschleudert und von einem weiteren Pkw erfasst, an dessen Steuer ein 19-Jähriger saß. Der 21-Jährige starb noch vor Ort, sein 22-jähriger Beifahrer erlitt leichte Verletzungen. Der 44-Jährige wurde schwer verletzt. Der 19-Jährige sowie seine beiden Mitfahrer trugen einen Schock davon. Die Autobahn war für mehrere Stunden in beiden Richtungen komplett gesperrt. Wir fassen nachfolgend zusammen, was bislang zu dem Unfall-Geschehen offiziell bekannt ist.

Laut Polizei war der aus dem Raum Cham stammende 21-Jährige mit seinem Pkw auf der A9 in Richtung München unterwegs, als es gegen 23.50 Uhr kurz vor der Rastanlage Holledau zu dem ersten Crash kam. Der junge Mann habe die Kontrolle über seinen Wagen verloren, der daraufhin mehrfach mit der rechten Schutzplanke kollidiert sei. Das Auto sei anschließend über alle Spuren geschleudert worden und gegen die auf der linken Seite befindliche Beton-Leitwand gestoßen. Das Auto habe sich gedreht und sei letztlich quer – mit der Beifahrer-Seite dem fließenden Verkehr zugewandt – zum Stehen gekommen.

Der 21-Jährige und sein 22 Jahre alter Beifahrer seien aus dem Pkw gestiegen. Nach Erkenntnissen der Polizei befanden sich diese beiden Männer gerade am Heck des Wagens, als es zum Folge-Unfall kam. Das Auto eines nachfolgenden 44-Jährigen aus Halle an der Saale, der auf der linken Spur unterwegs gewesen sei, sei frontal mit dem quer stehenden Unfall-Wagen sowie dem daneben stehenden 21-Jährigen kollidiert. "Der junge Mann wurde durch den Aufprall über die mittlere Fahrbahn-Trennung auf die Gegenfahrbahn geschleudert", erklärt die Verkehrspolizei-Inspektion aus Ingolstadt. Daraufhin ereignete sich dort ein weiterer Unfall.

Auf der mittleren Spur der A9 in Gegenrichtung sei ein 19-Jähriger aus dem Landkreis Pfaffenhofen unterwegs gewesen. In seinem Wagen saßen laut Polizei noch zwei weitere Personen. Der über die Autobahn geschleuderte 21-Jährige sei auch von diesem Pkw erfasst worden. Der 19-Jährige habe nach diesem Zusammenstoß sein Auto auf der Standspur zum Stehen bringen können. Der 21-Jährige aus dem Raum Cham sei noch an der Unglücksstelle seinen Verletzungen erlegen; sein 22 Jahre alter Beifahrer habe leichte Verletzungen erlitten. Der 44 Jahre alte Pkw-Lenker aus Halle an der Saale habe schwere Verletzungen davongetragen; er sei vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht worden.

Der 19-Jährige aus dem Landkreis Pfaffenhofen sowie seine zwei Mitfahrer erlitten nach Angaben der Polizei jeweils einen Schock. Diese drei Personen seien vor Ort von Rettungskräften betreut worden. "Der genaue Unfall-Hergang soll nun anhand eines Gutachtens geklärt werden", teilte die Verkehrspolizei-Inspektion aus Ingolstadt weiter mit. "Die Ermittlungen hierzu dauern noch an." Alle beteiligten Pkw seien abschleppt worden. Der an den Autos und an den Verkehrs-Einrichtungen entstandene Sachschaden wurde insgesamt auf 50 000 Euro geschätzt. Die A9 sei ab etwa Mitternacht und bis 4.15 Uhr in beiden Fahrtrichtungen komplett gesperrt gewesen.

Gegen 4.15 Uhr sei die Autobahn in Richtung Nürnberg wieder freigegeben worden. Die Freigabe der A9 in Richtung München sei gegen 4.50 Uhr erfolgt. Während der Vollsperrungen sei von der Autobahn-Meisterei eine Umleitung eingerichtet worden. Nach Angaben der Polizei hatten die lange andauernden Sperrungen erhebliche Verkehrs-Behinderungen in diesem Strecken-Abschnitt zur Folge. Neben Streifenbeamten und Rettungskräften waren auch die Feuerwehren aus Eschelbach, Langenbruck, Wolnzach und Geisenhausen im Einsatz.

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