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Bei der diesjährigen 24-Stunden-Aktion in Bayern wurden 10.840 Tempo-Sünder ertappt. Hier eine Zusammenfassung, Daten aus dem Kreis Pfaffenhofen und der Region sowie die krassesten Verstöße im Überblick.

(ty) Insgesamt 10 840 Geschwindigkeits-Sünder hat die Polizei im Freistaat nach offiziellen Angaben bei der 13. Auflage des 24-Stunden-Blitzmarathons ertappt, der seit gestern, 6 Uhr, und bis heute, 6 Uhr, durchgeführt wurde. Das seien rund 1000 Tempo-Verstöße mehr als im vergangenen Jahr, teilte der bayerische Innen-Staatssekretär Sandro Kirchner mit. Obwohl die Mess-Stellen auch heuer wieder im Vorfeld bekannt gegeben worden waren, wurden einmal mehr etliche schockierende Fälle von Raserei aufgedeckt. Nachfolgend die Details, auch zu den Ergebnissen aus der Region, sowie die krassesten Verstößen in den einzelnen Regierungsbezirken.

Unrühmlicher Spitzenreiter im "Raser-Ranking" für den gesamten Freistaat war nach Angaben des bayerischen Innenministeriums diesmal ein Pkw-Lenker, der auf der Autobahn A8 bei Valley mit einem Tempo von 240 Kilometern pro Stunde unterwegs war – in einem Bereich, in dem zu dieser Tageszeit aus Lärmschutz-Gründen eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h erlaubt war. Auf diesen Verkehrs-Sünder kommen der Mitteilung zufolge nun ein dreimonatiges Fahrverbot, ein Bußgeld-Bescheid und zwei Strafpunkte zu. 

"Im Straßenverkehr entscheidet die Geschwindigkeit über Leben und Tod", betont Kirchner. "Raser wie dieser Pseudo-Rennfahrer auf der A8 werden für ihr unverantwortliches Handeln bestraft, weil sie eine Gefahr für den Straßenverkehr sind." Kirchner hat dafür kein Verständnis – insbesondere, weil die Kontroll-Aktion öffentlich angekündigt worden war und jeder die Möglichkeit hatte, sich vorab über die im Vorfeld veröffentlichten Mess-Stellen zu informieren.

"Dennoch verzeichnen wir selbst an diesem Tag, der die öffentliche Aufmerksamkeit ganz besonders auf die Gefahren lenken soll, die durch zu schnelles Fahren im Straßenverkehr entstehen, eine viel zu große Zahl an Geschwindigkeits-Verstößen", so der Staatssekretär. Der 24-Stunden-Blitzmarathon bleibt seinen Worten zufolge ein wichtiger Baustein im bayerischen Verkehrs-Sicherheits-Programm.

"Unsere Messungen bestärken uns darin, weiter durch konsequente Kontrollen auf eine Einhaltung der Geschwindigkeits-Beschränkungen hinzuwirken", unterstreicht Kirchner. "Verkehrsunfälle passieren nicht einfach so, sie werden meistens durch Missachtung der Verkehrsregeln verursacht! Die Beachtung der Ge- und Verbote im Straßenverkehr bedeutet ganz einfach weniger Tote und Verletzte."

Der Staatssekretär warnt: "Wer nach dem Blitzmarathon glaubt, in Bayern wieder rasen zu können, liegt falsch. Die bayerische Polizei wird in diesem Jahr weiter intensiv mit hochmoderner Technik Geschwindigkeits-Sünder aus dem Verkehr ziehen." Kirchner dankte allen Beteiligten, die zum erfolgreichen Ablauf des diesjährigen Blitzmarathons beigetragen haben: "Verkehrs-Überwachung rettet Leben! Mit ihrem Einsatz tragen sie zum sicheren Verkehr auf Bayerns Straßen bei."

Der 24-Stunden-Blitzmarathon war Teil des europaweiten "Speedmarathons", der vom europäischen Verkehrspolizei-Netzwerk "Roadpol" koordiniert wurde. Beim 13. bayerischen Blitzmarathon kontrollierten rund 2000 Polizisten sowie Bedienstete der Gemeinden und Zweckverbände der kommunalen Verkehrs-Überwachung 24 Stunden lang verstärkt die Geschwindigkeit an rund 1570 Mess-Stellen im gesamten Freistaat. Die möglichen Mess-Stellen waren auch heuer wieder im Vorfeld veröffentlicht worden.

Von den Polizeipräsidien im Freistaat wurden laut Kirchner "reihenweise verantwortungslose Raser" gemeldet. Die jeweils gravierendsten Verstöße fasst das bayerische Innenministerium wie folgt zusammen:

  • Oberbayern-Nord: auf der A96 84 km/h zu schnell
  • Mittelfranken: auf der B8 63 km/h zu schnell
  • Oberfranken: auf der B15 47 km/h zu schnell
  • Unterfranken: auf der B469 54 km/h zu schnell
  • München: bei Sauerlach 60 km/h zu schnell
  • Schwaben-Nord: im Kreis Dillingen 50 km/h zu schnell
  • Schwaben-Süd/West: auf der B16 63 km/h zu schnell
  • Oberbayern-Süd: auf der A8 140 km/h zu schnell
  • Oberpfalz: auf der B16 81 km/h zu schnell
  • Niederbayern: auf der B8 55 km/h zu schnell

 

Kreis Kelheim und Niederbayern

Im Zuständigkeits-Gebiet des niederbayerischen Polizeipräsidiums wurden nach offiziellen Angaben an rund 100 Mess-Stellen die Geschwindigkeiten von 26 241 Fahrzeugen kontrolliert. Unterm Strich seien 482 Tempo-Verstöße registriert worden. Der Rekord-Raser wurde laut Polizei auf der Bundesstraße B8 bei Schalding an der Donau festgestellt: Der Mercedes-Lenker sei am gestrigen Abend kurz nach 23 Uhr mit einem Tempo von 160 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen – bei maximal erlaubten 100 km/h. "Neben einem hohen Bußgeld erwartet den Mann nun ein mehrmonatiges Fahrverbot sowie eine Eintragung im Fahreignungs-Register", fasst das Polizeipräsidium von Niederbayern zusammen.

Die Polizeiinspektion von Kelheim hat nach eigenem Bekunden im Rahmen des diesjährigen Blitzmarathons in ihrem Zuständigkeits-Gebiet die Geschwindigkeiten von insgesamt rund 2150 Fahrzeugen gemessen. Dabei sei das Tempo in 34 Fällen zu beanstanden gewesen. Die eklatanteste Geschwindigkeits-Überschreitung: 103 Kilometer pro Stunde bei höchstens erlaubten 70 km/h.

Oberbayern-Nord

Im Zuständigkeits-Gebiet des in Ingolstadt ansässigen Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord wurden nach offiziellen Angaben im Rahmen des diesjährigen Blitzmarathons an 128 Mess-Stellen die Geschwindigkeiten von insgesamt mehr als 53 800 Fahrzeugen überprüft. Dabei seien 1295 Tempo-Verstöße festgestellt worden. Die gravierendsten Fälle im Kreis Pfaffenhofen an der Ilm wurden den Angaben zufolge im Bereich von Scheyern-Mitterscheyern (74 km/h bei maximal erlaubten 50) sowie auf der B300 im Raum Geisenfeld (Pkw mit Anhänger: 101 km/h bei maximal erlaubten 80).

Unrühmlicher Spitzenreiter im gesamten Zuständigkeits-Gebiet des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord sei ein noch nicht namentlich ermittelter Pkw-Lenker gewesen, der auf der Autobahn A96 in Fahrtrichtung Lindau zwischen den Anschlussstellen Schöffelding und Landsberg am Lech-Ost mit einer Geschwindigkeit von 204 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen sei – bei hier maximal erlaubten 120 km/h.


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