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Auch für den in Ingolstadt stationierten Helikopter werden die Betriebszeiten erweitert. Reaktion auf Veränderungen in der Krankenhaus-Struktur.

(ty) Der Freistaat stärkt die Luftrettung vor allem in ländlichen Regionen. Das hat der bayerische Ministerrat heute auf Vorschlag von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) beschlossen. Grundlage hierfür sei das Gutachten des Instituts für Notfall-Medizin und Medizin-Management zur Ausdehnung der Betriebszeiten der Rettungs-Helikopter, heißt es in einer aktuellen Presse-Mitteilung. "An den Standorten Bayreuth, Ochsenfurt, Ingolstadt, Kempten und Suben in Österreich werden perspektivisch die Betriebszeiten der Rettungs-Hubschrauber erweitert", erklärt Herrmann. "Von dort aus können nach einer Einführungs-Phase die Hubschrauber auch nach Einbruch der Dunkelheit fliegen, solange das im Ein-Schicht-Betrieb möglich ist."

Das sei "auch eine Antwort auf die Veränderungen in der Krankenhaus-Struktur in Bayern, da sich die Wege zu geeigneten Kliniken dadurch verkürzen". In den Winter-Monaten werden laut bayerischem Innenministerium an den vorgesehenen Standorten die Betriebszeiten von 7 Uhr bis 20.15 Uhr und in den Sommer-Monaten von 7 Uhr bis 21.45 Uhr ausgeweitet. Die drei Intensivtransport-Helikopter in München, Nürnberg und Regensburg, die auch die Aufgaben von Rettungs-Hubschraubern übernehmen können, fliegen den Angaben zufolge bereits jetzt rund um die Uhr. "Mit den ausgewählten Standorten können wir nahezu das gesamte Gebiet des Freistaats abdecken. So machen wir den Rettungsdienst in Bayern noch effizienter und erhöhen die Versorgungs-Qualität in weniger gut erreichbaren Gebieten maßgeblich", so Herrmann.

Vor allem in den Winter-Monaten ist die Ausweitung nach den Worten von Herrmann "ein deutlicher Mehrgewinn und verkürzt die Transportzeit in ein geeignetes Krankenhaus gerade bei zeitkritischen Notfällen, die eine schnelle und adäquate Behandlung erfordern". Die betroffenen Zweckverbände für Rettungsdienst und Feuerwehr-Alarmierung werden nun laut aktueller Mitteilung aus dem Innenministerium des Freistaats die Randzeiten-Ausweitung sukzessive umsetzen. Herrmann kündigt in diesem Zusammenhang an, die Ausdehnung der Betriebszeiten sehr genau zu beobachten. "Wir brauchen diese Erfahrung und das Ergebnis einer Evaluation, um beurteilen zu können, ob wir die Betriebszeiten an weiteren Standorten ausdehnen sollten", so der Minister.

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Die Ausweitung der Randzeiten innerhalb des Ein-Schicht-Betriebs ist laut Herrmann die wirtschaftlichste Lösung: "Wir können die erweiterten Flugzeiten mit dem vorhandenen Personal abdecken und dadurch eine bessere Versorgung von Notfallpatienten sicherstellen", erläutert er. "Bei einem Zwei-Schicht-Betrieb oder gar einer Abdeckung über 24 Stunden würden die Mehrkosten um ein Vielfaches steigen." Die simulations-basierten Analysen des Gutachtens zeigen laut Innenministerium, dass das notärztliche Einsatz-Aufkommen bis etwa 22 Uhr hoch bleibt und anschließend bis 7 Uhr deutlich sinkt. "Eine zusätzliche Vorhaltung in den tiefen Nachtstunden würde daher nur ein vergleichsweises kleines zusätzliches Einsatz-Potenzial bedeuten."

Mit 15 Luftrettungs-Standorten, davon elf Rettungs-Hubschrauber und vier Intensivtransport-Hubschrauber, hat der Freistaat nach Angaben des bayerischen Innenministeriums im bundesweiten Vergleich bereits jetzt eine Vorreiterrolle bei der Luftrettung. "Auch der technische Fortschritt in der Flugtechnik hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt, etwa durch verbesserte Nachtsicht-Geräte und automatische Hindernis-Erkennungs-Systeme", sagt Herrmann. "Mit der Ausweitung der Betriebszeiten reagieren wir zum Wohl der Notfall-Patienten auch auf diese Entwicklung.".


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