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Bislang wurde das Distanz-Elektroimpuls-Gerät nur von geschlossenen Einheiten und Unterstützungs-Kommandos benutzt. Nun geht es auch um die Verwendung im Wach- und Streifendienst.

(ty) Heute hat der bayerische Innenstaatssekretär Sandro Kirchner in Schweinfurt den Startschuss für die Pilotierung zur Ausweitung des Taser-Einsatzes im Wach- und Streifendienst der Polizei des Freistaats gegeben. Bislang wird der Taser, auch Distanz-Elektroimpuls-Gerät (DEIG) genannt, bei geschlossenen Einheiten und den Unterstützungs-Kommandos (USK) der bayerischen Polizei eingesetzt. "In der sechsmonatigen Pilotphase wird geprüft, wie sich der Einsatz von DEIG bei größeren Polizeiinspektionen auch für den Wach- und Streifendienst bewährt", so Kirchner.

"Gerade bei unübersichtlichen und dynamischen Einsatzlagen kann der Taser einen entscheidenden Beitrag zur Deeskalation leisten", erklärt der Staatssekretär. "Pilotbehörden" sind laut heutiger Mitteilung des Innenministeriums die Polizeiinspektionen Augsburg-Mitte, Regensburg-Süd und Schweinfurt. Die Ergebnisse der Pilotierung werden der Ankündigung zufolge anschließend von einer Arbeits-Gruppe umfassend evaluiert. Laut Kirchner gibt es bei Polizei-Einsätzen immer häufiger Situationen, die von Aggression und Gewalt-Bereitschaft geprägt sind. Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte gehöre leider mittlerweile zum Alltag. 

"Unsere Polizistinnen und Polizisten leisten täglich unter hohem persönlichem Einsatz einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Sicherheit", unterstreicht der Staatssekretär. "Deshalb ist es unsere Verantwortung, sie bestmöglich auszustatten und ihnen moderne, wirksame und möglichst schonende Einsatzmittel zur Verfügung stellen." Mit der Pilotierung zur Ausweitung des Distanz-Elektroimpuls-Geräts auf den Wach- und Streifendienst wird seinen Worten zufolge gezielt die Einsatzfähigkeit und Sicherheit der Polizei gestärkt.

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Die Wirksamkeit dieses Einsatzmittels belegen laut bayerischem Innenministerium die Zahlen: Im vergangenen Jahr kam der Taser demnach in 158 Einsatzlagen zur Anwendung. "In 119 Fällen reichte bereits die Androhung, um die Situation zu entschärfen", heißt es weiter. "Das Einsatzmittel hat sich in den vergangenen Jahren in mehreren hundert Fällen bewährt und leistet einen entscheidenden Beitrag zum Schutz der Einsatzkräfte und aller Beteiligten", so Kirchner. "In den allermeisten Fällen blieb der Angreifer durch den Taser-Einsatz unverletzt."


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