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Die Seniorin steuerte gestern Abend auf der falschen Autobahn-Seite in Richtung Regensburg. Führerschein einkassiert, Strafanzeige folgt.

(ty) Eine 88 Jahre alte Pkw-Lenkerin ist am gestrigen Abend auf der A93 zwischen Wolnzach und Aiglsbach als Geisterfahrerin unterwegs gewesen und hat für einen Polizei-Einsatz gesorgt. Nachdem die Frau schließlich gestoppt worden war, wurde ihre Weiterfahrt verhindert. Auf die Rentnerin kommt laut heutiger Mitteilung der Gesetzeshüter nun eine Strafanzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs zu. In diesem Zusammenhang sei ihr Führerschein noch vor Ort von Streifenbeamten sichergestellt worden.

Wie die Verkehrspolizei-Inspektion aus Ingolstadt berichtet, gingen gegen 20.10 Uhr mehrere Notrufe wegen der Falschfahrerin ein, die auf der A93 in Richtung Regensburg gesteuert sei. Mehrere Streifenwagen, auch von der Verkehrspolizei-Inspektion aus Regensburg, seien im Einsatz gewesen, um den gemeldeten Pkw ausfindig zu machen. Zudem sei der A93-Verkehr, der der Geisterfahrerin entgegengekommen sei, heruntergebremst worden. Auch ein 58 Jahre alter Pkw-Lenker aus München habe einen Notruf abgesetzt: Er sei auch auf der A93 in Richtung Regensburg gefahren – allerdings auf der korrekten Seite. Der Mann sei zirka 15 Minuten lang parallel zu der Geisterfahrerin gefahren. 

Er habe fortlaufend deren Position sowie Informationen zur Fahrweise der Falschfahrerin an die Polizei durchgegeben – was den Einsatz erheblich vereinfacht habe. Der Mann habe beschrieben, dass es sich wohl um eine ältere Frau handele, die mit einem dunkelgrauen Mitsubishi-Cold unterwegs sei. Sie sei auf der linken Spur ohne Licht neben der Leitplanke gefahren. Auf Höhe der Anschlussstelle Mainburg sei sie kurz stehengeblieben, dann aber weiter in Richtung Regensburg gesteuert. Erst an der Anschlussstelle Aiglsbach habe die Frau die Autobahn zunächst verlassen. Sie sei dann wieder auf die A93 in Richtung Holledau aufgefahren – diesmal aber in korrekter Richtung.  

Der 58-Jährige habe die Seniorin verfolgt, bis Streifenbeamte herangeführt worden seien und die Rentnerin an der Anschlussstelle Wolnzach gestoppt worden sei. Die 88-Jährige aus dem Landkreis Mühldorf am Inn gab laut Polizei dann an, dass sie nicht ortskundig sei und deshalb die Richtungs-Fahrbahnen vertauscht habe. Sie habe weder unter Alkohol-Einfluss noch unter Drogen-Einfluss gestanden, heißt es weiter. Ihr Pkw-Schlüssel sei – nach Unterbindung der Weiterfahrt – an Familien-Angehörige übergeben worden. Etwaige weitere Zeugen der Geisterfahrt sowie Geschädigte werden darum gebeten, sich unter der Rufnummer (08 41) 93 43 - 44 10 bei der Verkehrspolizei-Inspektion in Ingolstadt zu melden.


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