Logo
Anzeige
Anzeige

Ergebnisse der Wasser-Untersuchungen liegen vor. Menschen und Tiere sollen "bis auf Weiteres" nicht in dem Fluss schwimmen oder baden.

(ty) Nach dem Verdacht auf eine Blaualgen-Belastung der Donau, der sich – wie berichtet – verdichtet hatte, liegen dem Gesundheitsamt des Kreises Kelheim mittlerweile die Ergebnisse der Wasser-Proben-Auswertung vor. Wie das Landratsamt dazu bekannt gegeben hat, wurden im Rahmen der Untersuchung zwar Cyanobakterien nachgewiesen. Die Analysen lieferten den Angaben zufolge "allerdings keinen Hinweis auf ein Massen-Vorkommen von toxinbildenden Arten". Ein Zusammenhang mit den Erkrankungen der Personen, die sich beim Gesundheitsamt gemeldet hatten, "kann nicht ausgeschlossen werden", heißt es weiter.

Das Gesundheitsamt des Landkreises Kelheim rate daher "bis auf Weiteres" sowohl für Menschen als auch für Tiere, insbesondere Hunde, vom Schwimmen und Baden in der Donau ab. Die Situation bezüglich werde vom Gesundheitsamt weiterhin beobachtet, wird versichert. Das Landratsamt werde über neue Erkenntnisse zu gegebener Zeit informieren. "Cyanobakterien sind Teil der natürlichen Lebensgemeinschaften in stehenden und fließenden Gewässern und stellen normalerweise keine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar", erklärt die Kreis-Behörde. "Allerdings kann es unter bestimmten Bedingungen zu einem massenhaften Vorkommen kommen."

Beim Gesundheitsamt in Kelheim hatten sich – wie bereits berichtet – zwei Leute gemeldet, "die Symptome einer Blaualgen-Vergiftung" mitteilten. "Beide Betroffene waren kürzlich im Rahmen einer Bootsfahrt zwischen Vohburg und Kelheim längere Zeit im Wasser und litten hinterher an typischen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall", hatte das Landratsamt dazu ausgeführt. Beide Betroffene seien mittlerweile wieder genesen. Der Landkreis-Behörde seien außerdem Fälle von Hunden bekannt worden, die erkrankt seien, nachdem sie ein Bad in der Donau genommen hatten. Einer dieser Vierbeiner sei gestorben.

zell

Bei Blaualgen handele es sich um so genannte Cyanobakterien, "die Gifte bilden, die nicht nur für Tiere, sondern auch für den Menschen gefährlich werden können". Weitere offizielle Informationen rund um Cyanobakterien und Cyanobakterien-Toxine sowie unter anderem Beispiel-Fotos von Erscheinungsbildern gibt es auf der Internet-Seite des bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittel-Sicherheit (LGL) unter diesem direkten Link.

Erstmeldung zum Thema:

Zwei Personen erkrankt, ein Hund tot: Blaualgen-Verdacht in der Donau


Anzeige
RSS feed