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Daten vom Deutschen Wetterdienst und Foto-Impressionen aus der Hallertau von Ludwig Schrätzenstaller.

(ty) Nach einer sonnigen, verbreitet heißen und in vielen Regionen trockenen ersten August-Hälfte hat sich die Witterung umgestellt und häufiger Regenfälle und Gewitter nach Deutschland gebracht. Am 19. August traten in Brandenburg sowie von Rheinland-Pfalz über Hessen bis Thüringen schwere Gewitter und mehrere Tornados auf. Der letzte meteorologische Sommer-Monat dieses Jahres fällt in der Summe trotzdem insgesamt ungewöhnlich warm, trocken und sehr sonnenscheinreich aus. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Mess-Stationen.

Das Temperatur-Mittel für Deutschland erreichte im zu Ende gegangenen August gemäß vorläufiger Datenlage 19,9 Grad Celsius und liegt damit 3,4 Grad über dem Klimamittel 1961 bis 1990 mit 16,5 Grad. Gegenüber der wärmeren Vergleichs-Periode von 1991 bis 2020, für die 18,0 Grad zu Buche stehen, betrug der Überschuss laut Mitteilung des Deutschen Wetterdienstes immer noch 1,9 Grad. "In der ersten Monats-Hälfte herrschte vor allem im Süden und Südwesten anhaltende Hitze. Dort wurden verbreitet mehr als zehn heiße Tage mit Höchstwerten von mindestens 30 Grad Celsius gezählt", erklärt der DWD.

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Das bundesweit höchste Tages-Maximum meldete den Angaben des DWD zufolge Regensburg am 4. August mit 39,4 Grad. In der zweiten Monats-Hälfte ließ die markante Wärme nach; die Temperatur näherte sich zeitweise dem jahreszeitlichen Niveau. "Dabei ermöglichte trockene Luft vielerorts eine kräftige nächtliche Abkühlung und brachte frische, mitunter bereits frühherbstlich anmutende Nächte", fassen die Fachleute zusammen. Am 24. August sank die Temperatur in Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge mit 1,0 Grad auf das deutschlandweite Monats-Minimum.

Mit rund 62 Litern pro Quadratmeter (l/m²) an Niederschlag erreichte der diesjährige August etwa 81 Prozent des Klimamittels 1961 bis 1990 von 77 l/m² sowie gut 79 Prozent der Vergleichs-Periode 1991 bis 2020 (78 l/m²). Dabei konzentrierte sich der Niederschlag laut DWD-Angaben vor allem auf die zweite Monats-Hälfte. Die höchste Tagesmenge meldete Kamen in Nordrhein-Westfalen mit 65,0 l/m² am 18. Tag des Monats. Am 19. August traten mit schweren Gewittern mehrere Tornados auf – in Brandenburg sowie in einem breiten Korridor vom Westerwald über Hessen bis nach Thüringen.

Am 28. August zog ein kräftiger Gewitter-Komplex über das südliche Baden-Württemberg. Vom Hochrhein über die Bodensee-Region bis nach Oberschwaben verursachten bis zu fünf Zentimeter große Hagelkörner und orkanartige Böen erhebliche Schäden. In Friedrichshafen wurde eine Spitzenböe mit einer Geschwindigkeit von 114 Kilometern pro Stunde gemessen. Die höchsten Niederschlags-Summen des Monats fielen laut DWD-Erkenntnissen am Alpenrand mit teils rund 180 l/m². Deutlich trockener blieb es in Teilen Nordostdeutschlands mit Monats-Mengen unter 20 l/m².

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Mit rund 252 Stunden übertraf die Sonnenschein-Dauer im soeben zu Ende gegangenen August laut Mitteilung des Deutschen Wetterdienstes ihr Klimamittel von 200 Stunden um 26 Prozent. Gegenüber der Vergleichs-Periode von 1991 bis 2020, für die 212 Stunden zu Buche stehen, betrug das Plus gut 19 Prozent. "Besonders in Teilen Süddeutschlands, gebietsweise aber auch in Sachsen schien die Sonne örtlich länger als 280 Stunden", meldet der Deutsche Wetterdienst.

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Auch Bayern bilanzierte laut DWD einen außergewöhnlich warmen August. Das Temperatur-Mittel von voraussichtlich 20,7 Grad übertraf das Klimamittel der Referenz-Periode 1961 bis 1990 mit 16,0 Grad um 4,7 Grad. Damit steuert der Freistaat auf den zweitwärmsten August seit Beginn der Messreihe im Jahr 1881 zu; lediglich 2003 war mit 21,2 Grad noch wärmer. Im Flächenmittel wurden etwa elf heiße Tage erreicht. Regensburg meldete am 4. August mit 39,4 Grad zugleich das höchste Tages-Maximum Deutschlands. Der Niederschlag blieb mit rund 78 l/m² bei etwa drei Viertel des Klimasolls von 101 l/m² (Referenz-Periode 1961 bis 1990). Demgegenüber erreichte die Sonnenschein-Dauer etwa 264 Stunden und damit rund 131 Prozent des Solls von 202 Stunden (Referenz-Periode 1961 bis 1990).


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