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Landeskriminalamt und bayerische Krankenhaus-Gesellschaft erklären die perfide Masche der Täter und geben konkrete Präventions-Hinweise.

(ty) Die bayerische Krankenhaus-Gesellschaft (BKG) warnt in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt (LKA) vor so genannten Schockanrufen – einer Betrugs-Masche, bei der sich Täter am Telefon unter anderem als Klinik-Beschäftigte ausgeben. Dabei behaupten Anrufer, ein naher Angehöriger sei nach einem schweren Unfall oder aufgrund einer lebensbedrohlichen Erkrankung in der Klinik aufgenommen worden. Im weiteren Gespräch üben die Betrüger gezielt emotionalen Druck auf die Angerufenen aus und fordern hohe Geldsummen. Angeblich – so das Lügen-Märchen – sei die sofortige Zahlung notwendig, um eine dringend benötigte Behandlung, eine Operation oder die weitere medizinische Versorgung des Familien-Mitglieds sicherzustellen.

"Betrüger setzen ihre Opfer ganz bewusst unter emotionalen und zeitlichen Druck, sodass diese oft nicht mehr im Stande sind, rationale Entscheidungen zu treffen", erklärt das bayerische LKA. Potentielle Opfer seien daher in jeder Alters-Gruppe und Gesellschafts-Schicht zu finden. Unter Verwendung von künstlicher Intelligenz (KI) sei es möglich, Betrugs-Maschen noch glaubhafter zu gestalten.

"Diese Anrufe sind perfide und zielen darauf ab, Menschen in einer emotionalen Ausnahme-Situation zu schnellen Entscheidungen zu bewegen", erklärt BKG-Pressesprecher Eduard Fuchshuber. Er stellt in diesem Zusammenhang klar: "Krankenhäuser fordern niemals telefonisch Geldzahlungen von Angehörigen, um medizinische Behandlungen durchzuführen oder fortzusetzen."

Das LKA und die BKG empfehlen:

  • "Legen Sie sofort auf! Beenden Sie das Telefonat sofort, sobald Geldforderungen gestellt werden!
  • Rufen Sie die vermeintlich betroffene Person unter der Ihnen bekannten Telefonnummer an – auch hierzu ist ein vorheriges Auflegen unabdingbar.
  • Krankenhäuser verlangen niemals die Bezahlung per Vorkasse, Bargeld oder Wertsachen.
  • Medizinische Notfall-Behandlungen oder Operationen werden sofort durchgeführt und nicht von vorherigen Zahlungen abhängig gemacht!
  • Übergeben Sie niemals Wertsachen oder Geld an Unbekannte!
  • Teilen Sie keine persönlichen oder finanziellen Daten mit unbekannten Anrufern.
  • Wählen Sie aktiv den Notruf 110 und beenden Sie davor das Telefonat bewusst.
  • Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit!"

zell

Wer einen entsprechenden Anruf erhalte, sollte – so wird unterstrichen – das Gespräch umgehend beenden und sich nicht auf Diskussionen mit dem Anrufer einlassen. "Betroffene sollten anschließend die besagte Person oder andere Familien-Angehörige direkt kontaktieren und den Vorfall bei der örtlichen Polizei-Dienststelle melden", heißt es weiter. "Wer unsicher ist, ob ein Anruf tatsächlich von einem Krankenhaus stammt, sollte die offizielle Telefonnummer des Krankenhauses wählen und sich direkt mit der entsprechenden Station oder der zentralen Auskunft verbinden lassen", rät BKG-Sprecher Fuchshuber.


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