Am Ende wurde der Bub von Streifenbeamten gestellt. Nun stehen mehrere Straftaten im Raum, das Kind ist aber nicht strafmündig.
(ty) Ein 13-Jähriger, der verbotenerweise mit einem E-Scooter unterwegs gewesen ist, hat sich am gestrigen Abend im Bereich von Bad Abbach eine Verfolgungsjagd mit Streifenbeamten geliefert. Wie die Polizeiinspektion aus Kelheim heute berichtet, sollte das Kind gegen 20.20 Uhr auf der Inselstraße gestoppt und einer allgemeinen Verkehrs-Kontrolle unterzogen werden. Nachdem von den Gesetzeshütern das Anhalte-Signal gezeigt worden sei, habe der Bub sein Gefährt so stark beschleunigt, dass er mit deutlich höherer Geschwindigkeit unterwegs gewesen sei als für ein solches Elektro-Kleinstfahrzeug zulässig.
"Durch ein Fahren auf einen Feldweg versuchte er dann erneut, sich der Kontrolle zu entziehen, was ihm jedoch letzten Endes nicht gelang", heißt es weiter. Im Zuge der Überprüfungen habe sich dann herausgestellt, dass die an dem E-Scooter angebrachte Versicherungs-Plakette zu einem anderen E-Scooter gehöre. Für das von dem 13-Jährigen gesteuerte Gefährt habe der nötige Versicherungs-Schutz nicht vorgelegen. Ungeachtet dessen, dass die Benutzung von E-Scootern ohnehin erst ab einem Alter von 14 Jahren erlaubt ist, fehlte dem Jungen die für dieses Fahrzeug erforderliche Fahrerlaubnis.
Die Weiterfahrt des im Landkreis Kelheim wohnenden Buben wurde den Angaben zufolge von den Streifenbeamten unterbunden. Außerdem sei der E-Scooter sichergestellt worden. Ein Strafverfahren wegen mehrerer Delikte sei eingeleitet worden. Im Raum stehen Fahren ohne Fahrerlaubnis, Urkunden-Fälschung und ein Verstoß gegen das Pflicht-Versicherungs-Gesetz. Der 13-Jährige selbst hat aber strafrechtlich wohl nichts zu befürchten; denn altersbedingt ist er nicht strafmündig.





