Der größte Teil der im November 2022 aus dem Kelten-Römer-Museum gestohlenen Münzen sowie der geklaute Gold-Gusskuchen sind nach wie vor verschwunden.
(ty) Auf spektakuläre Weise war im November 2022 der größte keltische Goldfund des 20. Jahrhunderts aus dem Kelten-Römer-Museum in Manching gestohlen worden. Wie das bayerische Landeskriminalamt (LKA) heute erklärt, hat die Kunst-Fahndung des LKA vergangene Woche unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft von Ingolstadt erneut das Anwesen des noch nicht rechtskräftig zu elf Jahren Haft verurteilten mutmaßlichen Haupttäters in der Nähe von Schwerin durchsucht. Trotz umfangreicher Durchsuchungs-Maßnahmen unter Beteiligung eines internationalen Experten-Teams – wir berichteten – habe das verschollene Kelten-Gold aber nicht aufgefunden werden können. Ein Großteil des geklauten Schatzes ist also nach wie vor verschwunden.
Die Sonder-Kommission (Soko) namens Oppidum werde jedoch weiterhin nach den fehlenden Goldmünzen und dem Gold-Gusskuchen suchen, um das historische Kulturgut wieder zurück nach Manching bringen zu können, betont das LKA. Das bayerische Landeskriminalamt, die Archäologische Staatssammlung in München sowie der Zweckverband des Kelten-Römer-Museums haben laut heutiger Mitteilung des LKA eine Belohnung in Höhe von 20 000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Auffindung des noch fehlenden Goldschatzes führen. Wie es heißt, kommen jeweils 5000 Euro vom LKA und von der Archäologische Staatssammlung sowie 10 000 Euro vom Museums-Zweckverband.


Die sichergestellten Goldklumpen; im Hintergrund eine Vergleichsmünze.
"Die Auslobung wird nur unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt", heißt es in einer gemeinsamen Presse-Mitteilung des LKA und der Staatsanwaltschaft von Ingolstadt. "Sie gilt ausschließlich für Privat-Personen und nicht für Beamte, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört." Hinweise nimmt die bayerische Landeskriminalamt telefonisch unter der Rufnummer (0 89) 12 12 - 0 oder jede andere Polizei-Dienststelle entgegen.
Der Goldschatz-Diebstahl aus dem Kelten-Römer-Museum hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Nach aufwändigen Ermittlungen wurden vier mutmaßliche Täter festgenommen – aber nur ein Teil der geklauten Münzen mit einem Gewicht von rund 500 Gramm konnte sichergestellt werden.
Der größte Teil der erbeuteten Münzen sowie der entwendete Gold-Gusskuchen sind nach wie vor verschwunden. Die Beschuldigten wurden vom Landgericht in Ingolstadt zu hohen mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt; das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Ab dem vorvergangenen Montag, rund 3,5 Jahre nach der Aufsehen erregenden Tat, hatten Kunst-Fahnder des bayerischen Landeskriminalamts erneut das Wohnanwesen des nicht rechtskräftig zu elf Jahren Haft verurteilten mutmaßlichen Haupttäters und dessen Lebensgefährtin in der Nähe von Schwerin durchsucht. Lesen Sie dazu: Große Razzia bei mutmaßlichem Haupttäter



Aus dieser Boden-Vitrine war der Goldschatz gestohlen worden.
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