Innenminister Joachim Herrmann zieht positive erste Bilanz. Vereinzelt leichte Verzögerung bei Warn-Apps. Mehr als 11.000 Sirenen im Freistaat.
(ty) Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat nach dem heutigen "bundesweiten Warntag" eine positive erste Bilanz gezogen: "Nach einem ersten Überblick ist der Warntag bei uns in Bayern sehr erfolgreich verlaufen und wir konnten die Bevölkerung mit den unterschiedlichen Warnmitteln schnell und zuverlässig erreichen", erklärte er. "Die bundesweit zentral ausgelöste Warnung über Cell-Broadcast und das modulare Warnsystem wurden erfolgreich an die Mobiltelefone übermittelt." Auch die Sirenen-Warnung in den teilnehmenden Kommunen hat seinen Worten zufolge "insgesamt sehr gut funktioniert". Lediglich vereinzelt kam es laut bayerischem Innenministerium zu einer leichten Verzögerung bei der Warnung über die Warn-Apps.
Neben der Warnung ab 11 Uhr sei auch die Entwarnung ab 11.45 Uhr über "Cell Broadcast", die Warn-Apps und digital ansteuerbare Sirenen im Freistaat insgesamt störungsfrei verlaufen. Herrmann betonte, dass der Mix aus digitalen und analogen Warnmöglichkeiten für den Ernstfall unabdingbar sei: "Es ist daher wichtig, dass wir die Funktionsfähigkeit unserer verschiedenen Warnmittel regelmäßig im Rahmen der bundesweiten Warntage und der landesweiten Probe-Alarme testen und die Bevölkerung für die Warnmöglichkeiten sensibilisieren." Die Ergebnisse des heutigen Warntags werden laut Innenministerium nun vom bayerischen Landesamt für Bevölkerungsschutz detailliert ausgewertet und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gemeldet.
Insgesamt sieht Herrmann den Freistaat gut beim Bevölkerungs- und Katastrophenschutz aufgestellt. "Seit Jahren investiert die Staatsregierung kräftig in den Katastrophenschutz", heißt es aus dem bayerischen Innenministerium. "Allein im Doppel-Haushalt 2024/2025 haben wir die Mittel für den Katastrophenschutz auf jeweils über 45 Millionen Euro angehoben", erläutert Herrmann. "Dieses hohe Niveau setzen wir auch im Doppel-Haushalt 2026/2027 fort", sagte der Minister. Dennoch bestehe insbesondere beim Ausbau der Sirenen-Infrastruktur noch immer ein großer Investitions-Bedarf, für den es gemeinsame Anstrengungen von Bund, Ländern und Kommunen brauche.
"Wir verfügen inzwischen über mehr als 11 000 Sirenen im Freistaat. Damit haben wir bereits einiges erreicht, sind aber noch nicht am Ziel", so Herrmann. "Sirenen als klassisches Warnmittel sind unabdingbar bei der Warnung der Bevölkerung, vor allem aufgrund ihres Weckeffekts etwa in den Nachtstunden oder auch bei einem Stromausfall." Laut Herrmann hat der Bund erklärt, sich auch künftig an der Sirenen-Förderung zu beteiligen. Dies ist laut bayerischem Innenministerium "zunächst erfreulich, sollte im Interesse eines zügigen Ausbaus der Sirenen-Infrastruktur aber in größerem Umfang erfolgen".
Näheres zur Warnung und Information der Bevölkerung, auch zu den verschiedenen Sirenen-Signalen und ihrer Bedeutung, gibt es auf der Internet-Seite des bayerischen Innenministeriums unter diesem Link.





