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Polizei fährt verstärkt Streife in Wohngebieten. Herrmann betont: Sicherungs-Technik lohnt sich. Mutmaßliche Täter bei Schwerpunkt-Kontrollen geschnappt.

(ty) Zu Beginn der dunklen Jahreszeit warnt der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) vor Einbrechern. Bereits jetzt zeigen den Angaben zufolge erste Trends für dieses Jahr in der Kriminal-Statistik einen Anstieg der Fallzahlen beim Wohnungs-Einbruch im Freistaat. "Gerade im Winter-Halbjahr müssen wir mit vermehrten Wohnungs-Einbrüchen rechnen", so Herrmann. "Für Langfinger ist es attraktiv, auf Beutezug zu gehen, wenn viele Berufstätige noch unterwegs sind und es schon dämmert oder dunkel ist", so der Minister. Seinen Worten zufolge fährt die bayerische Polizei deshalb zu relevanten Zeiten verstärkt vor allem in Wohngebieten Streife.

Herrmann appelliert in einer heute veröffentlichten Presse-Mitteilung ausdrücklich an alle Bürgerinnen und Bürger: "Machen Sie es potentiellen Einbrechern möglichst schwer und verschließen Sie beim Verlassen der Wohnung immer alle Fenster und Türen." Bereits ein unachtsam gekipptes Fenster könnte für einen ungebetenen Gast eine Einladung sein. "Sehr hilfreich ist, gezielt in einbruchshemmende Türen und Fenster zu investieren", lautet der Ratschlag des Innenministers. Die Kriminalpolizei biete für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger einen kostenlosen Beratungs-Service.

Laut Herrmann konnten im vergangenen Jahr einer Sonderauswertung des bayerischen Landeskriminalamts (LKA) zufolge im Freistaat insgesamt 1131 Einbrüche mittels spezieller Sicherungs-Technik verhindert werden sowie weitere 117 Einbrüche aufgrund aufmerksamer Bürger, die bei verdächtigen Beobachtungen sofort reagiert und die Polizei verständigt hatten. "Dank Alarmanlagen und aufmerksamer Bürger konnte die bayerische Polizei vergangenes Jahr 46 Einbrecher in Tatortnähe festnehmen", heißt es aus dem Innenministerium weiter. Zudem verweist Herrmann auf regelmäßige Schwerpunkt-Aktionen der Polizei.

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So habe die bayerische Polizei im Rahmen einer länderübergreifenden Aktion mit Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen von 26. Oktober bis 9. November heuer bayernweit Schwerpunkt-Kontrollen durchgeführt. Im Visier der Fahnder waren den Angaben zufolge vor allem Einbrecher- und Diebesbanden, illegale Waffen sowie Betäubungsmittel. Rund 9900 Fahrzeuge und Personen seien alleine in Bayern kontrolliert worden. Dabei deckten die Ermittler nach offiziellen Angaben 198 Verstöße auf, unter anderem gegen das Waffen-Gesetz oder gravierende Verkehrs-Ordnungswidrigkeiten wie Fahren unter Alkoholeinfluss. 

25 Personen seien vorläufig festgenommen worden. Beispielsweise sei im Regierungsbezirk Unterfranken der Polizei im Rahmen einer Kontrolle auf der Autobahn A7 nach einer versuchten Flucht die Festnahme von zwei mutmaßlichen Einbrechern gelungen, die das Einbruchs-Werkzeug schon bei sich hatten. Bei einer anderen Kontrolle auf der Autobahn A3 konnten Fahnder einen mutmaßlichen Drogen-Händler aus dem Verkehr ziehen, der mit 98,8 Kilogramm Haschisch in Reisekoffern versteckt unterwegs war.

 


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